Sangha – Inspiration und Irritation eines gemeinsamen Weges

Im Rahmen des Studienprogramms der Deutschen Buddhistischen Union geben meine Kollege Karl-Ludwig Leiter und ich ein Seminar über Sangha. Diese Seminar wird stattfinden:

von Freitag, 7. bis Sonntag, 9. März 2014 bei Shambhala Marburg

Sangha – das ist im Buddhismus die Gemeinschaft all derer, die die Lehre des Buddha praktizieren. Über die Jahrhunderte hinweg gab es viele verschiedene Formen dieser Gemeinschaften. Unabhängig davon, ob sie der Theravada-Schule, dem Zen oder dem tibetischen Buddhismus folgen, verbindet alle Gemeinschaften etwas. Die gemeinsame Übung der Meditation, das Studium buddhistischer Texte und die soziale Komponente des Zusammenlebens in Klöstern oder Laiengemeinschaften.

Traditionell wird der Sangha neben Buddha und Dharma als eines der „Drei kostbaren Juwelen“ bezeichnet. Viele Menschen schätzen die wache und liebevolle Art, wie die Mitglieder dieser Gruppen miteinander umgehen als ein Juwel. Andere finden diese Gemeinschaften im höchsten Masse irritierend und verstehen nicht, was daran kostbar sein könnte. Und wenn man lange und tief mit Sangha verbunden und verwickelt ist, taucht oft beides gleichzeitig auf: Irritation und Inspiration – Anziehung und Ablehnung – dann wird daraus vielleicht eine Hassliebe.

Der Sangha ist ein Spiegel. Wenn uns unser eigenes Bild im Spiegel nicht gefällt, hilft der ausweglose Umgang mit den sogenannten ‚Anderen‘, um sich selbst klarer reflektiert zu sehen. Dazu braucht es Geduld, Großzügigkeit und vor allem viel Humor.

Und es braucht Wissen darüber, wie Gemeinschaften grundsätzlich funktionieren, welche Rolle-Muster es gibt und welche Strukturen und Kommunikationsformen zu einem harmonischen Sangha beitragen können. All dies wollen wir an diesem Wochenende gemeinsam erforschen.

Karl-Ludwig Leiter: Ohne Religion geboren, katholisch erzogen. In den frühen 70ern nach der Revolte gegen Eltern, etc.: freischaffender Künstler, Liebhaber, Mitbegründer eines Verlags für Kunst und Literatur. Reisen in Europa, USA und Asien. Zen Praxis unter Nagaya Roshi, Seki Yuho Roshi, Soju Suzuki Roshi und Taiikan Jyoji. Ab 1979 Schüler des tibetischen Meditationsmeisters Chögyam Trungpa Rinpoche und seines Nachfolgers Sakyong Mipham Rinpoche. Über 15 Jahre lang Mitarbeit am Aufbau von Vajradhatu- und Shambhala-Zentren in Europa. Seit Mitte der 80er Jahre Leitung von Workshops und Seminaren über Meditation und Lebensfragen weltweit. Verheiratet, 3 Töchter, Inhaber eines Graphik Design Studios, Info: www.sit-zen.com  

Veranstaltungsort

Marburg Shambhala Meditationszentrum, Auf dem Wehr 33 – 35037 Marburg, Telefon : 0173 8246019, Email : marburg@shambhala.info

Anfahrt: Eine Wegbeschreibung finden Sie unter: http://www.marburg.shambhala.info/map.php

 

Anmeldung bei der Deutschen Buddhistischen Union:

DBU-Geschäftsstelle, Amalienstraße 71, 80799 München
Telefon: 089 – 45 20 69 3-0
Fax: 089 – 45 20 69 329
E-Mail: latzina@dharma.de
Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr. 10 bis 12 Uhr, Di., Do. 16 bis 18 Uhr

Kosten, Bezahlung: 100,- Euro inklusive Materialien und Erfrischungen. Bitte bezahlen Sie den Betrag vor Beginn des Seminars auf das Konto. Nr.: 700 50 50 501, GLS-Bank, BLZ: 430 609 67, BIC: GENODEM1GLS, IBAN: DE86 4306 0967 7005 0505 01. Bei Rücktritt bis eine Woche vor Beginn des Seminars werden 90% der Gebühren zurück erstattet, danach nur wenn Ersatz gefunden wird.

Übernachtungsmöglichkeiten:

Einige wenige günstige Übernachtungsmöglichkeiten gibt es Zentrum. Bitte wenden Sie sich an die Geschäftsstelle der DBU.  Außerdem Hotels bzw. Pensionen über http://www.tourismus.marburg.de/gastgeber/ (bitte selber buchen)

Verpflegung: Mittag- und Abendessen ggf. in Restaurants in der näheren Umgebung. Genaueres wird noch bekanntgegeben.

Vorläufiges Programm

7. 3. 2014 (Freitag) (Ankunft ab 18 Uhr möglich)

19.00 Uhr        Begrüßung und Vorstellungsrunde

Vorstellung des Shambhala-Zentrums (Marburger Sangha) und Organisatorisches (Doris Wolter)

Thematische Einführung durch die Referenten – Geschichte von Sangha (siehe Einführung oben) (ca. 45-60 min)

20.30 Uhr        Meditation bis ca. 21 Uhr

8.3.2014 (Samstag) mit Teepausen je nach Verlauf nach ca. 2 Std.

09.00 Uhr        Meditation

09.30 Uhr        Vortrag: Was ist macht eine Gemeinschaft zum Sangha?

11.30 Uhr        Workshop: „Welche Erfahrungen habe ich mit Sangha?“

13.00 Uhr        Mittagspause

14.30 Uhr        Hilfreiche Methoden für Sangha

15.30 Uhr        Gemeinsame Übung

16.30 Uhr        Unheilsames in Sanghas & Alternativen

18.00 Uhr        Ende des offiziellen Teils, abends eventuell gemeinsame Aktivitäten oder Film

9.3.2014 (Sonntag) mit Teepause je nach Verlauf nach ca. 2 Std.

08.30 Uhr        Stilles Sitzen

09.00 Uhr        Vortrag: Was habe ich Sangha hier erlebt? – Wie könnte meine Sangha daheim aussehen?

11.00 Uhr        Nächste konkrete Schritte – Was will ich ändern? Was kann mein Beitrag sein?

12.30 Uhr        Schlussrunde (Seminarrückblick – Meditation)

13.00 Uhr        Widmung und Ende der Veranstaltung

 

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